Baumbestattung

Baumbestattung

Baumbestattung, die naturnahe Form der Bestattung

Die Grabstätte auf dem Friedhof ist die klassische Form der Beisetzung. Und auch wenn sich heute noch eine Vielzahl von Menschen hierfür entscheiden, so gibt es mittlerweile angesehene Alternativen. Ein stetig wachsender Personenkreis wünscht sich für die eigene Ruhestätte etwas anderes als die oftmals doch sehr steril und künstlich wirkende Atmosphäre eines Friedhofs. Hinzu kommt noch, dass nicht jeder die Hinterbliebenen mit der Pflege eines Grabes belasten möchte.

Nicht jeder kann sich vorstellen, die letzte Ruhe in einem akkurat eingefassten Grab auf dem Friedhof zu finden. Waren vor einigen Jahren Alternativen hierzu noch rar gesät, erfreut sich nun seit einigen Jahren die Baumbestattung wachsender Beliebtheit. Menschen, die sehr naturverbunden oder vom Wesen eher unkonventionell sind, entscheiden sich häufig für diese Art der Bestattungsarten.

Baumbestattung ist jedoch nicht gleich Baumbestattung. So kann beispielsweise bei Baumbestattungen zwischen Friedwald und Ruheforst unterschieden werden. Im Friedwald besteht ausschließlich die Möglichkeit, unter einem Baum die letzte Ruhe zu finden. Im Ruheforst hingegen kann man auch unter einem Strauch bestattet werden. Oft wird der Ruheforst auch als Ruhe-Biotop bezeichnet.

Die ersten Gräber dieser Art entstanden bereits in den 90er Jahren. Tatsächlich an Beliebtheit gewonnen, hat die Baumbestattung allerdings erst im Verlauf der letzten Jahre.

Bestattung im Friedwald oder Ruheforst wird hierzulande immer beliebter

Was viele Menschen an dieser Art der Bestattung schätzen, ist die Selbstbestimmtheit. So haben Interessierte die Möglichkeit, sich schon zu Lebzeiten einen Baum auszuwählen, unter dem sie später einmal begraben werden möchten. Weiterhin ist es möglich den jeweiligen Baum dann später beispielsweise mit einer Namenstafel zu versehen.

Ein weiterer positiver Aspekt von Baumbestattungen, der von vielen sehr geschätzt wird, ist, dass keinerlei Kosten oder Aufwand für die Grabpflege anfallen. Schließlich werden bei dieser Form der Beisetzung die sterblichen Überreste des Menschen ganz bewusst der Natur übergeben.

Aufgrund der wachsenden Beliebtheit der Baumbestattung sind viele Friedhöfe in größeren Städten dazu übergegangen, sogenannte Baumfelder anzulegen. Auf diesen Baumfeldern ist dann ebenfalls eine Bestattung wie im Friedwald möglich.

Welche Kosten fallen bei einer Baumbestattung an?

Die Kosten einer Baumbestattung setzen sich aus vielen Faktoren zusammen. Da ist zum Einen die Grabstätte. Liegt der Wunschbaum an einem Weg oder auf einer Lichtung, dann macht sich dies durch einen höheren Preis bemerkbar.

Zu den Kosten für die Grabstätte kommen dann noch die Ausgaben für die Leichenschau, das Ausstellen der Sterbeurkunde, das Bestattungsunternehmen sowie für die Einäscherung.

Ablauf einer Baumbestattung

Im Grunde gleicht eine Baumbestattung einer Urnenbeisetzung auf einem Friedhof. Zunächst wird der Verstorbene in ein Krematorium überführt. Dort wird nach der zweiten Leichenschau die Einäscherung vorgenommen.

Im Anschluss wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen zu dem ausgewählten Friedwald überführt. Dort wird sie dann bis zur Bestattung verwahrt. Für die Beisetzung können die Hinterbliebenen einen Wunschtermin wählen.

Die Möglichkeit einer Trauerfeier ist natürlich auch im Rahmen einer Baumbestattung möglich. Viele Friedwälder haben einen eigenen zentralen Platz, wo die Trauerfeier abgehalten werden kann. Ist ein solcher Platz nicht vorhanden, dann kann die Trauerfeier auch direkt am Grab stattfinden.

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