Erdbestattung

Erdbestattung

Erdbestattung, was kann man unter einer solchen verstehen?

Die Erdbestattung zählt sicherlich zu den bekanntesten und am häufigsten angewandten Arten der Bestattung. Hier wird auch gerne von einer Inhumation in Fachkreisen gesprochen. Der Leichnam wird in ein Grab in der Erde eingelassen. Bei einer Urnenbeisetzung spricht man ebenfalls häufig von einer Erdbestattung, da auch hier ein Grab in der Erde vorhanden sein kann. Spricht man jedoch von einer Erdbestattung, so ist die Beisetzung mittels Urne in der Regel nicht gemeint. Das Bestattungsgesetz schreibt bei einer Erdbestattung vor, dass der Verstorbene in Deutschland frühestens nach 48 Stunden beigesetzt werden darf. Nach 8 Tagen muss die Beerdigung jedoch spätestens vollzogen worden sein.

Wie ist die Vorgehensweise bei einer Erdbestattung?

Die Erdbestattung darf in Deutschland nur auf einem Friedhof durchgeführt werden. In dem eigenen Garten oder auf einem anderen Grundstück ist dies nicht gestattet. In der Regel richtet ein Trauerredner vor der Beisetzung ein paar tröstende Worte an die Hinterbliebenen. Danach wird der Sarg mit dem Verstorbenen zu Grabe getragen. Hierfür kann man auf sogenannte Grabträger von der Kirche zurückgreifen, aber auch ängste Verwandte können diesen Part übernehmen.

Hat der Verstorbene keine Verwandten oder andere Angehörige, so besagt ein Gesetz, dass der Verstorbene spätestens nach 10 Tagen beigesetzt werden muss. Sind keine Angehörigen auffindbar, so kümmert sich das Ordnungsamt um die Bestattung. Sind Angehörige jedoch vorhanden, so besagt ein Gesetz, dass sich diese um die Beerdigung zu kümmern haben, die Aussage, dass sie den Verstorbenen nicht gut gekannt haben oder der Kontakt seit Jahren abgebrochen ist, zählt hier nicht.

Kosten für eine Erdbestattung

Die Kosten für eine Erdbestattung variieren stark. Hierbei kommt es immer auf den gewünschten Sarg an, die Beisetzungs- und Friedhofsgebühren, sowie die Grabart. Es werden mittlerweile sehr günstige Bestattung für unter 1000 Euro angeboten, jedoch im Durchschnitt sollte man mit etwa 5000 bis 8000 Euro rechnen, wenn man die Feierlichkeiten und später den Grabstein hinzugerechnet. Ebenso fallen Kosten für die Blumen und Kränze an. Diese sind zwar eher gering, jedoch sollten mit eingerechnet werden.

Zwischen welchen Gräbern kann man bei einer Erdbestattung wählen?

In der Regel kann man zwischen 3 Arten von Erdbestattungen wählen.

1. Wahlgrab

Hier besteht die Möglichkeit zwischen einem Familien. oder Einzelgrab frei zu wählen. Ein solches Grab wählen die meisten Hinterbliebenen, da man dieses Grab selbst gestalten und später die Pflege eigenständig übernehmen kann. Das Nutzungsrecht kann zudem jederzeit verlängert werden.

2. Reihengrab

Hierbei handelt es sich um ein Grab, welches sich, wie der Name schon vermuten lässt, in einer Reihe von Gräbern befindet. Eine Verlängerung der Nutzungsrechte ist hier jedoch nicht möglich. Die Gestaltung des Grabes ist vorgegeben und zudem muss dieses eigenständig gepflegt werden.

3. Wiesengrab

Hierbei handelt es sich um ein Einzelgrab, welches sich auf einer Wiese befindet. Die Kennzeichnung des Grabes ist möglich. Ein Wiesengrab ist jedoch nicht auf jedem Friedhof machbar. Zudem hat man keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten und ein solches Grab ist pflegefrei.

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