Feuerbestattung

Feuerbestattung, was kann man unter einer solchen verstehen?

Feuerbestattung

Die Bestattungsart Feuerbestattung wird immer häufiger zur ersten Wahl, wenn man einen Verstorbenen zu Grabe tragen muss. Der Körper eines geliebten Menschen wird bei der Einäscherung verbrannt. Der Körper zerfällt zu Asche und es bleiben in der Regel nur die Zähne und eine materialistische Knochenasche übrig. Verfüg der Verstorbene über Prothesen, so werden diese nicht mit verbrannt, sondern vorher entfernt.

Der Bestatter lässt nach der Verbrennung des Sarges zunächst die Asche ab. Der Vorteil hierbei ist, das in die Aschekapsel nur der Leichnam des Verstorbenen eingefüllt wird. Eine Einäscherung, die im Krematorium stattfindet dauert etwa 90 Minuten. Hierbei kommt es jedoch auf die Größe und das Gewicht des Verstorbenen an.

Was kommt alles in die Urne bei einer Feuerbestattung?

Eine Frage, die sich Verwandte und Freunde eines Verstorbenen immer wieder stellen ist, was eigentlich alles in die Urne bei der Feuerbestattung kommt? Vorab sollte man wissen, dass die Asche des Verstorbenen nicht einfach in die Urne geschüttet wird. Die Asche kommt in eine Aschekapsel, welche luftdicht verschlossen wird. Diese Kapsel wird aus optischem Grund in eine Urne gegeben. Menschen werden immer einzeln verbrannt, selbst wenn sich Paare zu Lebzeiten für ein gemeinsames Grab entschieden haben.

Es ist jedoch ein Mythos, wenn man glaubt, dass sich bei der Feuerbestattung letztendlich in der Urne nur die Asche des Verstorbenen befindet. Zudem können Reste von dem Sarg enthalten sein und sogar minimale Spuren von Fremdasche.

Gibt es Voraussetzungen für eine Einäscherung?

Die engsten Verwandten können nicht bestimmen wie der Verstorbene beerdigt werden soll. Eine Feuerbestattung ist nur möglich, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten eine Willenserklärung abgegeben hat. Diese kann in einer Bestattungsverfügung abgegeben werden oder in einem Bestattungsvorsorgevertrag. Liegt eine solche Willenserklärung jedoch nicht vor, so kann eine solche durch den Bestattungspflichtigen auch im Nachhinein noch abgegeben werden.

Einäscherung nach Deutschem Recht

Eine Einäscherung darf nach deutschem Recht nicht umgehend vollzogen werden, wenn der geliebte Mensch verstorben ist. Vorab muss ein Amtsarzt eine zweite Leichenschau vornehmen, um den Tod zu bestätigen. Diese Vorgehensweise ist in jedem Bundesland gleich geregelt, eine Ausnahme macht hier lediglich Bayern. Frühestens nach 48 Stunden ist eine Einäscherung in Deutschland gestattet.  Der Amtsarzt muss in jedem Fall die Todesursache bestätigen.

Was kostet eine Feuerbestattung?

Eine Feuerbestattung ist in der Regel um einiges günstiger, als eine Erdbestattung. Hier kann man von Kosten in Höhe von etwa 5000 bis 6000 Euro ausgehen. Die Kosten setzen sich aus den Leistungen des Bestatters, den Friedhofsgebühren und den Ausgaben für den Sarg, der zur Verbrennung benötigt wird, sowie der Urne zusammen. Weitere Kosten die später anfallen oder nur, wenn benötigt, sind die für den Grabstein und die Trauerfeier. Die Kosten für eine Feuerbestattung sind oftmals günstiger, da ein kleinerer Grabstein und ein minderwertiger Sarg benötigt werden. Ebenso sind die Friedhofsgebühren bei einer Feuerbestattung geringer, als dies bei einer Erdbestattung der Fall ist.

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